Bangkok "Big Mango"? Gehört bereits der Vergangenheit an - die Zeit verfliegt einfach so wahnsinnig schnell!
Im Augenblick fällt es mir schwer, die rasende Geschwindigkeit, mit der wir seit dem Beginn unserer Reise Neues erleben und Erfahrungen sammeln, in meinen Blogeinträgen beizubehalten.
Ich kann euch sagen, das alles ist wirklich ziemlich verrückt und aufregend!
Bevor ich allerdings auf unsere jüngsten Erfahrungen in Sydney eingehe, möchte ich euch noch kurz - wie im letzten Blogeintrag versprochen - von Bangkok sowie Thailand berichten.
Rückblickend betrachtet hatten wir dort eine sehr aufregende und schöne Zeit - was nicht zuletzt am Glück mit unserer Unterkunft gelegen hat, worüber ich euch ja bereits in meinem letzten Eintrag ausführlich berichtet habe. Ganz bewusst hatten wir uns dazu entscheiden, in der letzten Woche nicht in den Süden Thailands zu den verschiedenen Stränden zu reisen, sondern uns auf Zentralthailand und vorwiegend kulturelle Aspekte dieses Landes zu konzentrieren, obwohl einige thailändische Strände trotzt des starken Tourismus in den letzten Jahren wunderschön sein sollen. Ich denke wir werden in den nächsten Monaten im Rahmen unserer Reise noch genug Traumstrände sehen ;)
Bangkok wird in verschiedene Bezirke unterteilt, von denen ein jeder ganz eigene Besonderheiten bereithält.
Unser Hotel beispielsweise befand sich in New Bangkok, ein relativ neuer Distrikt mit vielen Wolkenkratzern und (wie ihr euch denken könnt) Hotels ;) Obwohl ich eigentlich weniger ein Fan von Wolkenkratzern und Großstadtflair bin, muss ich sagen, dass der Ausblick von diesen Hochhäusern allerdings vor allem nachts einfach unvergleichlich und definitiv sehenswert war. Für mich ein einzigartiges Erlebnis, als wir eines Abends auf dem Dach einer "Rooftop - Bar" Cocktails trinken waren -
aber seht selbst.
| Blick auf die gigantische "Sukhumvit-Road" |
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| Ansicht von rechts auf das "Siam-Center" |
Außerdem dürfen in einer touristischen Großstadt natürlich nicht die "Mega-Malls" (riesige Einkaufshäuser) fehlen, die womöglich vor allem die Touristen zum Konsum in einem der Luxusgeschäfte, wie Prada, Gucci, D&G etc. verführen sollen ;)
Ließ mich jetzt ehrlich gesagt eher kalt :D
Aber euch möchte ich das natürlich nicht vorenthalten, wie gigantisch und aufwendig diese Shopping-Distrikte Bangkoks gestaltet sind!
| "Asiatique" |
In Bangkok findet man wohl an jeder Ecke ebenfalls einen Markt, auf dem man neben Klamotten, Schmuck, Pflanzen, Tieren (ja, die kleinen Hündchen werden dort leider nur unter suboptimalen Bedingungen gehalten), Haushaltsgegenständen und allerlei Schnickschnack auch jede Menge Essen, hier "street food" genannt, kaufen kann. Wir waren auf Asiens größtem Markt, nämlich dem Chatuchak - Markt. Schon beeindruckend so etwas einmal gesehen zu haben, da die Marktstände wirklich dicht an dicht stehen und alles sehr miefig ist ;D
"Asiatique" war deshalb ein besonderer Markt, da es der einzige Nachtmarkt in ganz Bangkok ist. Hier haben wir zusammen mit unserem Host Aron wirklich sehr lecker Thailändisch gegessen... Thaifood ist ja berühmt für seine scharfen Speisen und ein besonderes kulinarisches Highlight für uns stellte der scharf gewürzte Papaya-salad dar. Klingt komisch, schmeckt aber fabelhaft ;)
| Asiatique - Blick vom Boot aus |
Bootfahren bei Nacht in einer Großstadt, schon ziemlich wunderschön.
Ganz zufällig kamen wir außerdem mit der politischen Situation Bangkoks bzw. Thailands in Berührung...
Von Protesten und öffentlichen Diskursen hatten wir ja bereits gehört, aber das übertraf unsere Vorstellung:
Im gesamten "Lumphini Park" (57,6 ha) campiertenBewohner aus dem Norden Thailands sowie aus Bangkok selbst bereits seit zwei Monaten, um die Medien sowie die Öffentlichkeit auf die Missstände in der thailändischen Regierung aufmerksam zu machen - Demokratie weicht in Thailand offensichtlich der Korruption.
Ein local erzählte uns, dass diese Proteste bereits seit 6 Monaten im Gange seien und die Menschen an verschiedenen Orten Bangkoks Protestcamps veranstalten.
Dieses Erlebnis empfand ich als sehr schön, weil man einfach einmal mit dem "echten" thailändischen Leben abseits des Tourismus und den locals in Berührung kam.
Und mein persönliches Highlight des Thailand-Trips und der thailändischen Kultur:
Der Buddhismus
Überall in ganz Bangkok sowie allgemein in Zentralthailand findet man diese wunderschönen Gebetstempel in allen Variationen und Formen mit den verschiedenen Buddha-Statuen: Stehend, sitzend oder liegend.
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| Tempel mit dem (rechts) wohl größten Buddha ganz Thailands :D |
Ein local erklärte mir, wie das "Beten" bzw. die Meditation im Buddhismus funktioniert, woraufhin ich das natürlich sofort selbst ausprobieren musste - ihr kennt mich ja :)
Im Buddhismus geht es offensichtlich nicht darum, Buddha als einen Gott anzubeten, sondern in ihm vielmehr ein Vorbild zu sehen und im "Gebet" dessen Weisheiten für sich zu übernehmen...ich habe da mal ein wenig recherchiert (bitte verbessert mich, wenn ich Quatsch erzähle!)
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| Tempel - Innenansicht |
An unserem letzten Tag in Thailand machten wir einen Ausflug ins ländliche Gebiet, nach Ayuttaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands, bevor die von den Birmanen 1767 geplündert und fast völlig zerstört wurde.
Wir wollten also diese altertümlichen Ruinen besichtigen und erkundeten die Stadt mit zwei Leihfahrrädern, wobei in Thailand allerdings Linksverkehr herrscht, was für mich ziemlich befremdlich war :D
Hier einige Impressionen für euch:
Elefanten haben wir auch noch gesehen und sogar berührt -was eine echt geniale Erfahrung war! :)
Was wir allerdings nicht so toll fanden, könnt ihr sicherlich anhand des Bildes selbst ausmachen...
Local flair:
Local flair:
Ach ja: Habt ihr schon einmal eine frische Kokosnuss gesehen bzw. getrunken?
Außerdem schmeckten ausländische Früchte, wie Mango/ Banane/Ananas etc. in Thailand einfach mal sowieso doppelt so gut, weil es regionale Produkte sind, die nicht unreif geerntet werden und wochenlang verschifft werden müssen - lecker! :)
Allerdings freue ich mich letztlich, dass die Zeit in Thailand zu Ende ging, da das Leben dort schon irgendwie gewöhnungsbedürftig ist - nicht nur die ständige Hitze und die zum Teil wirklich heftige Verschmutzung in Bangkok sowie auf dem Land, Essen, dass es NUR aus Plastiktüten gibt (sogar Suppen :D ) sondern auch der ständige Schmutz und Staub in der Luft, sodass man am Ende eines Tages am Körper wirklich mit Schmutz übersäät ist (kann man sich jetzt wirklich nicht vorstellen, ist aber so!), da in Thailand einfach kein ausgeprägtes Ökosystem existiert, also zu wenige Bäume und so, die die Luft reinigen, hat uns ein local erklärt.
Heute Vormittag um 11:40 Uhr (nach australischer Zeit - nochmals 3 Stunden Zeitverschiebung nach vorne seit Thailand) sind wir endlich gut in Sydney angekommen - ich war so aufgeregt! Um ehrlich zu sein, viel aufgeregter als vor einer Woche, nachdem wir in Bangkok ankamen - denn auf diesen Augenblick habe ich einfach schon so so lange gewartet, schon fast seit Beginn meines Studiums habe ich von diesem Augenblick geträumt, an dem ich in Australien einreise und meine work and travel Zeit beginne, zusammen mit Flo :) Und schon jetzt habe ich einen unglaublich tollen Eindruck von Australien. Die Landschaft ist, wie erwartet, wunderschön (soweit ich sie vom Flugzeug bzw. vom Zug aus bestaunen konnte) - Berge, viele Bäume und viel Grün, viele Felder und natürlich Meer
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| Australien aus der Vogelperspektive |
- und nicht zuletzt sind die Leute hier (jedenfalls die wir bisher kennen lernen durften) so unglaublich offen, lustig, natürlich, unkompliziert und sympathisch, dass man sich einfach nur wohlfühlen kann!
Im Augenblick befinden wir uns, wie geplant, bei Michael (Mickey) direkt am Cronulla Beach (ca. 40 Minuten außerhalb von Sydney an einer Badebucht), der zusammen mit zwei Mitbewohnern Red und Paddy lebt, sodass uns in den nächsten Tagen garantiert nicht langweilig werden wird ;) Denn diese Jungs sind wirklich ziemlich verrückt und lustig drauf :D Während ich hier meinen Blogeintrag für euch verfasse, sitzen wir in deren Wohnung beisammen, trinken ziemlich gutes australisches Bier essen Nudeln mit Thunfisch (nomnom) und gucken Serien... wirklich ein toller erster Abend in "Down Under".
Ich muss sagen, ich bin ziemlich glücklich darüber, in diesem Augenblick hier zu sein!
Mal sehen, was uns in den nächsten Tagen hier erwarten wird - seid gespannt :)
Bis dahin drücke ich euch, meine Lieben!
Und vielen Dank für eure ersten Gästebucheinträge - ich freue mich schon jetzt auf noch viele folgende!
Eure Perzlperle










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